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Ampfer-Knöterich

(Persicaria lapathifolia)

VI — VIII Home Äcker, Brachen, Ruderalfluren, Flussufer
20 — 150 indigen LC
Scheinähre
Synonym: Polygonum lapathifolium. Therophyt, coll-mont. Die Scheinähren sind walzlich und sehr dicht, die Blüten decken einander ziegeldachig. Die Perigonblätter sind weiß oder rosa. Die Laubblattspreite ist eiförmig bis lineal-lanzettlich und unterseits drüsig punktiert. Die Stiele der Scheinähren sind drüsig. Die Blätter können schwarze Flecken aufweisen (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor (Lit). In Istrien kommt die Art zerstreut bis selten vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Drüsen
 
 
Blattoberseite
 
 
Blattunterseite
 
 
Nebenblattscheide
 
 
Ochra
 
 
Habitus
 
 
Verzweigung
 
 
Acker
Aufnahmen: 12.07.2022 Pucking
 
Persicaria lapathifolia
Dieses Exemplar des einjährigen Krautes ist etwa 1,5 m hoch.
 
Persicaria lapathifolia
Am auffallendsten sind die Blattscheiden der Blätter und Nebenblätter.
 
Persicaria lapathifolia
Die Blätter werden über 10 cm lang und können oberseits einen dunklen Fleck aufweisen.
 
Persicaria lapathifolia
Bei der hier vorliegenden Unterart P. l. ssp. lapathifolia sind die Scheinähren schlank-walzlich und überhängend.
 
Persicaria lapathifolia
Aufnahmen: 11.08.2014 Vižinada

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"454. P. lapathifolium L. (P. pensylvanicum Hads. non L . Ampferblättriger K.)
Wurzel spindelig - faserig, jährig. Stengel aufrecht, aufsteigend oder niedergestreckt, an den unteren Gelenken meist wurzelnd, auf fettem Boden bis 3' hoch, verästelt, auf magerem Boden oft nur fingerhoch und einfach, kahl oder etwas wollig, an den Gelenken mehr minder, oft bauchig aufgetrieben und roth geschminkt. Blätter lineallanzettlich, lanzettlich bis eirund, spitz oder zugespitzt, in den Blattstiel verschmälert oder spatelig - zugeschweift, ganzrandig, am Rande glatt oder von angedrückten Börstchen schärflich, beiderseits grasgrün und kahl, oder unterseits spinnwebig oder wollig - graufilzig, oberseits zuweilen mit einem dunkleren Flecken bemalt; Tuten kahl oder etwas wollig, am Rande meist eingerissen, sehr kurz - oder gar nicht gewimpert. Blüthen 6männig, in länglich - walzlichen, kurzen, dicken, gedrungenen, aufrechten oder etwas nickenden Aehren. Perigone rosenroth, weiss oder grünlich - weiss, sammt den Blüthenstielen und zuweilen sammt den Aehrenstielen von winzigen, hellgelben Drüschen rauh. Samen linsenförmig, concav - concav, glänzend.
Juli - Herbst


Aendert in mehrfachen in einander übergehenden Formen ab. Hauptformen:

  • α angustifolium. Neilr. Stengel aufrecht, schlank, fast einfach, Gelenkknoten wellig verdickt. Blätter lineallanzettlich nach beiden Enden allmählig verschmälert, bei 1 — 2" Länge nur 2—3''' breit, oberseits lebhaft grün, unterseits dünnwollig - graufilzig, im Alter verkahlend, Tuten kahl oder wollig, Aehren schmalwalzlich, meist nickend.
  • β lanceolatum. (P. lapathifolium E. B.) Stengel aufrecht, Gelenkknoten massig angeschwollen. Blätter lanzettlich, bei 2 —5" Länge 6 — 12''' breit, beiderseits grasgrün, kahl, oberseits zuweilen mit einem dunklen Flecken bemalt. Tuten kahl, Aehren dick, walzlich, aufrecht.
  • γ ovatum. (P. nodosum Reichb.) Stengel an der Basis eingeknickt, dann aufrecht, blutroth, Gelenkknoten sehr genähert, bauchig aufgetrieben. Blätter, die unteren eirundlich in den Blattstiel spatelig - zugeschweift, die folgenden eiförmig oder elliptisch, stumpf, bei 2 — 3" Länge 1 — 2" breit, die obersten eilanzettlich, beiderseits sattgrün, oberseits in der Regel mit deutlich umschriebenem, halbmondförmigem, schwärzlichem Flecken bemalt, Tuten wollig. Aehren dick, walzlich, aufrecht.
  • δ procumbens. Neilr. (P. incanum Schmidt fl. Boh.) Stengel niedergestreckt, an den Boden augedrückt, vom Grunde aus ästig, Aeste mit der Spitze aufsteigend; Gelenkknoten genähert, aufgetrieben. Blätter um das Doppelte kürzer als bei den vorhergehenden Formen, die unteren eispatelig, oberseits sattgrün, gefleckt oder ungefleckt, unterseits wollig, graufilzig, die oberen eilanzettlich, unterseits dünner-filzig, die obersten lanzettlich, Tuten wollig. Aehren kurz, eikugelig, aufrecht.

Sämmtliche Formen unterscheiden sich von jenen des P. Persicaria constant durch ungewimperte oder kurzgewimperte Tuten, hauptsächlich aber durch drüsigrauhe Perigone und Blüthenstielchen.
Auf wüstem und bebautem Boden.

  • α Unter Saaten, ziemlich selten; in Urfahr auf Aeckern nächst dem Budweiser Eisenbahnaufsitzplatz, auf Aeckern zwischen der Harrach und dem Leherbauern in manchen Jahren häufig; scheint von der Aussaat bedungen zu sein, daher von wechselndem Vorkommen und zufällig.
  • β An Ufern, Wegen, Rainen, auf Brachen allenthalben, sehr gemein.
  • γ Auf thonigem, schwerem Boden, an Mergelgruben, Lehmpfützen. In Urfahr fast bei allen Lachen an Ziegelschlägereien, Leyssenhof, Fügerhof, beim Rieseneder und sonst im Gebiete zerstreut.
  • δ Auf sandigem Boden, besonders auf Flugsand an Ufern und in Auen, an Sandstätten."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 383), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 26.01.2026

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